Nachdem der Bundestag im Juni 2005 in einer Resolution das Verbrechen des türkisch-nationalistischen Regimes verurteilt hatte, hat die „Türkische Gemeinde in Deutschland“ in einer Pressemitteilung behauptet, der Bundestag sei „der Propaganda der Diasporaarmenier erlegen“. Prof. Hakki Keskin, der damalige Vorsitzende der TGD, ist nur kurze Zeit später vom PDS Vorsitzenden Bisky als sein Wunschkandidat für den Bundestag durchgesetzt worden. Der Zentralrat der Armenier in Deutschland, zahlreiche Mitglieder der WASG und auch der PDS haben damals vergeblich dagegen protestiert. Heute wird nun seitens der Führung der Linksfraktion die Position des Abgeordneten Keskin als „individuelle Meinung eines Menschen“ hingestellt, die sich „nicht per Mehrheitsbeschluss festlegen“ lasse.