EIN GLÜCKLICHES NEUES JAHR UND FROHE WEIHNACHTEN
Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns. Es gibt
internationale Entwicklungen, die uns Sorgen bereiten müssen, die so genannten
Protokolle haben uns vor neue Herausforderungen gestellt, wir müssen weiter die
Öffentlichkeit von unseren Bedenken überzeugen. Da bleibt viel zu tun. Unser
Einsatz für die endgültige förmliche Anerkennung des Genozids ist auch in
Zukunft gefordert. Es gibt eine Reihe von Projekten, die wir weiter verfolgen
wollen. Dazu gehört ganz besonders auch die Arbeit mit Schülern und für
Schüler. Wir haben darüber hinaus für die Zukunft eine verstärkte
Zusammenarbeit mit der armenischen Botschaft in Deutschland verabredet - so werden
wir neue wissenschaftliche und kulturelle Themen anpacken können.
Im Oktober gab es die Neuwahlen. Der ZAD hat einen neuen Vorstand.
Die Vorstandsarbeit haben wir folgendermaßen unter uns verteilt:
Dr. Hamaz Ghazarian, Stellvertretender Vorsitzender, Köln
Dr. Pierre Bloutian, Schriftführer, Witten
Serge Derhagopian, Kassenwart, Duisburg
Dr. Asbed Aintablian, Jugendbeauftragter, Bad Rothenfelde
Unser langjähriger Vorsitzender Dr. Schawarsch Owassapian hat aus
persönlichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt. Als neuer Vorsitzender
wurde ich gewählt - ich bin Historiker, viele kennen mich sicher schon als
Mitbegründer des neuen Armenisch-Akademischen Vereins 1860 e.V. und als dessen
Vorsitzender. Das kommende Jahr wird vielfache Gelegenheiten bieten, uns
noch besser kennen zu lernen.
Wir möchten an dieser Stelle dem gesamten alten Vorstand für seine Tätigkeit
danken und insbesondere Dr. Schawarsch Owassapian für seine aufopfernde und
erfolgreiche Arbeit unsere Anerkennung aussprechen. Er hat sein Leben der
armenischen Sache gewidmet, er hat trotz aller Rückschläge nie aufgegeben und
immer den Blick auf das eine große Ziel gerichtet: Die Lage der Armenier in
Deutschland und darüber hinaus zu verbessern, ihren Status zu sichern und
ihre Identität in der Diaspora zu stärken. Schawarsch Owassapian, 1938 im Iran
geboren, kam 1963 in Deutschland, wo er sich sofort wieder in armenischen
Fragen engagierte. So war er u.a. auch lange Jahre im Vorstand des
Dachverbandes der Armenischen Vereinigungen im Deutschsprachigen Raum, dem
Vorläufer des ZAD, aktiv. Im Jahre 2003 wurde er vom Katholikos alle Armenier
mit dem Nerses -Shnorhali-Orden ausgezeichnet, 2006 hat ihm die Nationale
Bibliothek Armeniens den Hakop-Meghabard-Preis zugesprochen.
Nun gilt es, an die Arbeit der vergangenen Jahre anzuknüpfen, den Zusammenhalt
unserer Gemeinden zu stärken, Kooperationen zu fördern, Synergien aus der
Arbeit der unterschiedlichsten Vereine, Initiativen und Gruppierungen zu
schöpfen. Wir wollen die Jugendarbeit forcieren und unsere künstlerischen,
kulturellen und wissenschaftlichen Potentiale noch mehr als bisher in den
Vordergrund rücken. Einzelheiten wollen wir schon bald auf unserer Homepage
bekannt machen. Ein wichtiger Arbeitsbereich wird auch sein, mehr Transparenz
in unserer Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen u.a. unsere Online-Präsenz zu
erweitern und so noch sichtbarer als bisher in den Dialog mit unseren
Mitgliedern, aber auch mit Freunden außerhalb unserer Organisationen
einzutreten.
Im Zentrum unserer Bemühungen wird jedoch die Errichtung einer zentralen
Bildungseinrichtung in Berlin stehen - Bibliothek und Archiv werden die Quellen
unserer Kultur umfassen und zugleich die kulturellen Wurzeln unserer
aktuellen Verbandsarbeit symbolisieren. In dieser Bibliothek wird der ZAD
dann auch seine Bundes-Geschäftsstelle einrichten.
Es liegt also ein arbeitsreiches und aufregendes Jahr vor uns. Lassen Sie uns
diese Aufgaben gemeinsam angehen: Arbeiten wir in den nächsten Jahren mit
großer Hoffnung und Optimismus Hand in Hand an unserer Zukunft. Aber zuerst
lassen Sie uns die kommenden Festtage gemeinsam feiern.
Mit herzlichen Grüßen
Vorstand des Zentralrats der Armenier in Deutschland e.V.
Vorsitzender
Azat Ordukhanyan
Frankfurt, 30. Dezember 2009
