NEIN ZUR RATIFIZIERUNG DER PROTOKOLLE

Donnerstag, Oktober 22, 2009
Nun ist das Unglaubliche geschehen. Trotz massiver Proteste weltweit aus der globalen Sphäre der Armenier gemeinsam von allen Parteien, hat Präsident Serge Sarkisyan hartnäkig durchgesetzt, dass sein Aussenminister Nalbandian unter Kontrolle der profittragenden Weltmächte zwei Protokolle unterschreibt, die Bedingungen vorsehen, die nicht den grundsäztlichen Richtlinien im Sinne des weltweiten armenischen Volks entsprechen.

Schon die Zusage allein, die Einrichtung einer Kommission,  die die gemeinsame türkisch-armenische Geschichtsangelegenheit untersuchen und aufklären soll, mit der Unterchrift zu bejahen, ist eine tiefe Verletzung und Entwürdigung für alle Armenier auf der ganzen Welt und eine schmerzliche Entehrung der gefallenen Opfer der genozidalen Grausamkeiten der Türkei, damals im Osmanischen Reich.

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland wiederholt noch einmal, dass nichts im Wege steht, wenn die Türkei die von ihr eigenmächtig blockierte Grenze zu Armenien wieder aufmacht. Dazu bedarf es keineswegs Vorbedingungen, die den Armeniern erzwungenermaßen diktiert werden.

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland ist weiterhin sehr deutlich gegen die in den unterzeichneten Protokollen enthaltenen und vorgesehenen Bedingungen. Wir appellieren und rufen  alle Mitglieder des Parlaments von Armenien auf, bei ihrer Entscheidung im Namen des Armenischen Volks, gewissenhaft ihre Weitsichtigkeit walten zu lassen und die Ratifizierung der schandhaften Protokolle abzulehnen.

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland unterstützt weiterhin den Appell WOTSCH und empfiehlt allen Mitgliedern unserer armenischen Gemeinschaft, die die Protokolle für nicht annehmbar  halten, mit der Eintragung ihres Names den Aufruf  www.VOTCH.org zu unterstützen und zu propagieren.

 

ZENTRALRAT DER ARMENIER IN DEUTSCHLAND
Der Vorstand
Frankfurt, 22.Oktober 2009