Köln: Mahnmal zum Genozid an den Armeniern

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland begrüßt die Aktion der Initiative „Völkermord erinnern“, ein Mahnmal in einem öffentlichen Raum in Köln zu errichten und sichert ihr seine Unterstützung zu.
 
Der Bundestag hat sich 2016 per Resolution sinngemäß verpflichtet „Türken und Armenier dabei zu unterstützen über die Gräben der Vergangenheit hinweg nach Wegen der Versöhnung und Verständigung zu suchen“.

 
Das Anliegen der Initiative „Völkermord erinnern“ ist im vollen Einklang mit dem Geist der Bundestagsresolution. Dies ist ein friedlicher Versuch „dem Gedenken und der Aufarbeitung des Völkermordes an den Armeniern von 1915 Aufmerksamkeit zu widmen“.
 
Die Aufarbeitung solcher traumatischen Erfahrungen darf nicht in geschlossenen Räumen geschehen, sie muss zunehmend die Öffentlichkeit einbeziehen, ungeachtet davon, ob die leugnende türkische Regierung und ihre Anhängerschaft in Deutschland sich irritiert fühlen.
 
Der Sinn der Resolution ist es, der Aufarbeitung und Versöhnung Anschub zu verleihen. Darum ist jede friedliche Initiative in dieser Hinsicht begrüßenswert.
 
Wir appellieren an die Stadt Köln, ihre Absicht zur Entfernung des errichteten Mahnmals zu überdenken und trotz suboptimaler Formalien seitens der Initiatoren deren „Geschenk an die Stadt Köln“ anzunehmen und eine angemessene Stelle hierfür im nachhinein doch noch zu genehmigen.
 
 
Dr. Schawarsch Owassapian
1. Vorsitzender
Zentralrat der Armenier in Deutschland