Fussball: Keine Spiele zwischen Armenien und Aserbaidschan
Die UEFA sagte die Qualifikations-Duelle der beiden Länder ab, keine Einigung über Spielorte - WM-Quali-Gruppen werden kleiner
Heerenveen - Die UEFA hat die Qualifikationsduelle für die EURO 2008 der Gruppe A zwischen Aserbaidschan und Armenien, die am 8. bzw. 12. September stattfinden sollten, abgesagt. Die derzeit fünftplatzierten Armenier (sieben Punkte) und Schlusslicht Aserbaidschan (fünf) erhalten für die beiden Partien keine Punkte.
Die beiden Verbände schafften es in mehreren Verhandlungsrunden nicht, sich auf die Spielorte zu einigen. Aserbaidschan habe auf eine Austragung auf neutralem Boden bestanden, Armenien für die Abhaltung in Baku und Jerewan plädiert. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind durch den Konflikt um Bergkarabach belastet. Trotz eines Waffenstillstandes hält Armenien seit Anfang der 1990er die überwiegend von Armeniern bewohnte Region Nagorny-Karabach auf dem Gebiet Aserbaidschans besetzt.
Siebener-Gruppen sind Geschichte
Das UEFA-Exekutivkomitee hat in seiner Sitzung am Samstag in Heerenveen außerdem den Qualifikationsmodus für die WM 2010 in Südafrika festgelegt. Die Gewinner von acht Sechser- und einer Fünfergruppe qualifizieren sich direkt, die acht besten zweitplatzierten Teams ermitteln in Playoff-Spielen schließlich die vier restlichen europäischen Teilnehmer. Außerdem wurde die Durchführung von Bluttests bei der EURO 2008 fixiert.
UEFA-Präsident Michel Platini befürwortete die Entscheidung für die kleineren Qualifikationsgruppen. "Das Modell mit kleineren Gruppen ist wichtig für die Gestaltung des internationalen Spielkalenders." In der Qualifikationsphase für die WM 2006 in Deutschland hatte es noch drei Gruppen mit sieben und fünf mit sechs Mannschaften gegeben.
Das Exekutivkomitee beschloss als Teil des Anti-Doping-Programmes auch die Einführung von Bluttests bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz. Die Spieler der 16 teilnehmenden Nationen sollen bei allen 31 EM-Spielen und auch im Training auf Blutdoping getestet werden. (APA/red)
