"Die USA haben eine zwingende historische und moralische Veranlassung, den Genozid an den Armeniern, der eineinhalb Millionen Menschen das Leben gekostet hat, anzuerkennen", heißt es auf der Website von Adam Schiff, einem US-Kongressabgeordneten.
Nach dem Mord an dem Journalisten Hrant Dink droht in der Türkei ein neuer Polizeiskandal. Ein türkischer Nachrichtensender in Istanbul berichtet, die Ermittler hätten den mutmaßlichen Mörder in Heldenpose fotografiert. Außerdem hätten sie sich neben ihm ablichten lassen. Die Staatsanwaltschaft ermittle. Der Polizei war bereits vorgeworfen worden, sie habe Hinweise auf den geplanten Anschlag ignoriert. Der Journalist Hrant Dink hatte öffentlich den Völkermord der Türken an den Armeniern kritisiert.
Nach der Ermordung des armenischstämmigen Journalisten Hrant Dink hat Orhan Pamuk eine weitere Reise abgesagt. Der türkische Nobelpreisträger wird nicht nach Belgien fahren, eine Ehrendoktor-Verleihung in Brüssel entfällt.
Nach der Ermordung des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink in Istanbul geraten die Sicherheitsbehörden des Landes zunehmend in die Kritik. Bereits elf Monate vor dem Attentat habe die Polizei von einem Informanten Hinweise auf den geplanten Mord erhalten, berichteten türkische Zeitungen am Dienstag. Dennoch habe sie es versäumt, den genannten Verdächtigen zu observieren.
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine Abschaffung des berüchtigten "Türkentum"-Paragraphen im Strafgesetzbuch seines Landes abgelehnt. Für Vorschläge zur Änderung des Paragraphen 301 sei seine Regierung jedoch offen, sagte Erdogan nach Presseberichten vom Montag.
"Wir sind alle Armenier" - das hatten mehr als 100.000 Menschen vor einer Woche gerufen, als der ermordete türkisch-armenische Journalisten Hrant Dink in Istanbul beerdigt wurde. Ein deswegen erboster Nationalist entführte eine Autofähre.
In einer ökumenischen Trauerfeier hat die Armenisch-Apostolische Kirchengemeinde Österreichs am Sonntag des in Istanbul ermordeten türkisch-armenischen Herausgebers Hrant Dink gedacht. Armeniens Botschafter in Österreich, Ashot Hovakimian, appellierte an die türkische Regierung, "die echten Hintermänner des feigen Mordes vor Gericht zu bringen".
Eine Woche nach dem Mord am türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink in Istanbul sind der Polizeipräsident der Stadt Trabzon und der dortige Provinzgouverneur von ihren Ämtern abberufen worden.
Das Innenministerium lasse prüfen, ob den Verwaltungs- und Sicherheitsbehörden «Verschulden und Fahrlässigkeit» vorzuwerfen seien, berichteten türkische Medien. Alle Verdächtigen des Mordanschlags stammen aus der am Schwarzen Meer gelegenen Hafenstadt.
Rund 150 Personen haben nach Angaben der Organisatoren an einer Mahnwache für den ermordeten türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink in Bern teilgenommen. «Wir sind alle betroffen», sagten die Rednerinnen und Redner.